Feuerwehr löscht Brand

Betriebsunterbrechungsversicherung

Betriebsunterbrechungsversicherung:

Bei Risiken wie beispielsweise Feuer denken die meisten Unternehmer sofort an die Kosten eines Wiederaufbaus der Betriebsgebäude oder die Wiederbeschaffung von Einrichtungen, Waren und Vorräten. Das Risiko eines Stillstandes des Betriebes wird von vielen Unternehmern immer noch unzureichend oder gar nicht abgesichert. Die Betriebsunterbrechungskosten können die Kosten für den Wiederaufbau des Betriebsgebäudes inklusive Einrichtungen und Waren im Schadensfall übertreffen. Bei einer Betriebsunterbrechung laufen die Kosten weiter und die Gewinne fallen weg, wenn nichts hergestellt und verkauft werden kann. Mit einer Betriebsunterbrechungsversicherung können Sie als Unternehmer auch diese schwierigen Zeiten finanziell überstehen.

Mit dem Abschluss einer Betriebsunterbrechungsversicherung können die nachfolgenden Betriebsausgaben und Gewinne Ihres Unternehmens bei einer Betriebsunterbrechung abgesichert werden:

  • Löhne und Gehälter,
  • Mieten und Pachten
  • Leasing- und Finanzierungsraten,
  • Versicherungsbeiträge,
  • Anmietung von Lagerhallen, Büros oder Ausweichquartieren,
  • Nicht erwirtschaftete Betriebsgewinne.

Der durch die Betriebsunterbrechung nicht erwirtschaftete Betriebsgewinn und die fortlaufenden Kosten werden in der Regel für einen Zeitraum von 12 Monaten nach Eintritt des Sachschadens ersetzt. Je nach Unternehmen ist es oftmals auch empfehlenswert, eine längere Haftzeit über die 12 Monate hinaus mit der Versicherungsgesellschaft zu vereinbaren.

Bei der so genannten kleinen Betriebsunterbrechungsversicherung (Klein-BU) übernimmt die Versicherungsgesellschaft das gesamte Unterbrechungsrisiko durch Sachschäden wie beispielsweise

  • Feuer,
  • Leitungswasser,
  • Einbruchdiebstahl und
  • Sturm bzw. Hagel.

Bei der Klein-BU sind in der Regel Versicherungssummen bis zu 1 Mio. Euro versicherbar. Die Klein-BU kann immer nur mit einer der vorweg aufgeführten Sachversicherungen abgeschlossen werden. Die Versicherungssumme stimmt mit der für die Sachversicherung überein. Ist absehbar, dass der Jahresumsatz des Unternehmens den Wert der Klein-BU übersteigt, sollte die Versicherungssumme der Betriebsunterbrechungsversicherung gegebenenfalls angepasst werden.

Die so genannte mittlere Betriebsunterbrechungsversicherung (Mittlere BU-Versicherung) und die große Betriebsunterbrechungsversicherung auch als (Groß-BU-Versicherung) bezeichnet, basieren auf eigenständigen Versicherungsverträgen und können mit höheren Versicherungssummen abgeschlossen werden als die vorweg aufgeführte Klein-BU. Im Schadensfall übernimmt die Versicherungsgesellschaft, im Unterschied zur kleinen BU-Versicherung, im Rahmen der Versicherungssumme auch die Mehrkosten für beispielsweise Zuschläge für Schichtarbeit und Überstunden, die durch die Betriebsunterbrechung entstehen.

Die Haftzeit einer Betriebsunterbrechungsversicherung beginnt, wenn die wirtschaftlichen Folgen des Sachschadens eingetreten sind. Die wirtschaftlichen Folgen müssen nicht zeitgleich mit dem Sachschaden eingetreten sein. Die Haftzeit endet, wenn der Betrieb seine volle Wirtschaftskraft wiedererlangt hat, spätestens jedoch mit dem Ablauf des Versicherungsschutzes und damit in vielen Fällen nach Ablauf der vereinbarten Haftzeit von 12 Monaten. Wie bereits ausgeführt kann bei Bedarf auch eine längere Haftzeit mit der Versicherungsgesellschaft vereinbart werden.

Der Versicherungsnehmer sollte auf die richtige Höhe der Versicherungssumme achten. Bei einer zu geringen Versicherungssumme, ist der Versicherungsschaden bei einer Betriebsunterbrechung nicht im vollen Umfang versichert. Bei einer zu hohen Versicherungssumme ist der Unternehmer mit Versicherungsbeiträgen belastet, denen im Schadensfall keine entsprechende Versicherungsleistung gegenüber steht. Im Schadensfall werden von den Versicherungsgesellschaften immer nur die nachgewiesenen Kosten erstattet. Aus diesem Grund sollte der Unternehmer seine Kosten so genau wie möglich ermitteln und in regelmäßigen Abständen auch überprüfen, ob die Versicherungssumme noch angemessen ist.

Hilfreich kann eine Nachhaftungsklausel in der Betriebsunterbrechungsversicherung sein. In diesem Fall ersetzt die Versicherungsgesellschaft auch Schäden in der Betriebsunterbrechungsversicherung, die bis 30 Prozent über der abgeschlossenen Versicherungssumme liegen.

 

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